Termin 2019 vormerken:


PCI-DSS Compliance

DER TERMIN 2019 steht fest:  23.-24. Januar 2019, Dorint Hotel Potsdam



Rückblick TAR 2018

Es bleibt dabei: Anlagenabstellungen sind nach wie vor herausfordernde Projekte. Der Druck aufgrund von wachsenden Anforderungen an Qualität und Sicherheit sowie Budgeteinhaltung ist weiterhin hoch, dazu kommt die Dynamik einer sich verändernden Technologielandschaft. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss bereit sein, neue Wege zu gehen – darin waren sich alle Teilnehmer einig.

Vom 24. - 25. Januar 2018 trafen sich Führungskräfte, leitende Mitarbeiter, Projektleiter und Fachkräfte aus den Bereichen Technik, Stillstandsplanung/Revision/Turnaround, Instandhaltung, Produktion/Betrieb, Arbeitssicherheit, u.a. auf der etablierten Jahrestagung „TAR 2018 – Turnarounds, Anlagenabstellungen, Revisionen“ in Potsdam, um aktuelle Herausforderungen des modernen Stillstandsmanagements zu diskutieren.

Neben bewährten Prozessen und klassischen Themen wie Fremdfirmenmanagement, Stillstandsplanung, Fortschrittsverfolgung, Arbeitssicherheit, Scope und Risikomanagement wurden zwei Hauptfragen in diesem Jahr immer wieder aufgegriffen: „Wie kann man, innerhalb des Unternehmens aber auch mit Externen, noch besser und reibungsloser kommunizieren und zusammen arbeiten“ und „Digitalisierung im Stillstandsmanagement – was hat sich bewährt, was kommt?“. Insbesondere das Thema Digitalisierung wurde immer wieder angesprochen. So berichtete der Vertreter eines Chemiekonzerns, wie das gesamte Anlagenmanagement und damit auch die TAR Planung mittels eines „digital twins“ optimiert wird, so dass die Zusammenstellung des Scope ein ganz neues Niveau bekommt: Die getaggten technischen Plätze sammeln die Informationen zwischen den Stillständen. Auch eine 3D- Visualisierung wird möglich, die in der Folge die Basis für weitere Anwendungen werden kann, sei es für „vorbeugende“ Sicherheitskoordination bereits in der Planungsphase, sei es als Entscheidungshilfe bei der Scheinausgabe oder aber für aussagekräftige Arbeitsabsprachen mit ausführenden Gewerken. Mittels Augmented Reality wird darüber hinaus im Rahmen verschiedener Use Cases beabsichtigt, beispielsweise Equipment zu tracken oder den Anlagenzustand beim Abfahren zu visualisieren. Ein weiteres sehr schönes Beispiel eines anderen Unternehmens war die Einführung und Nutzung eines Electronic Turnaround Coordination Boards. Die Digitalisierungsbeispiele ließen sich fortführen, andererseits wurde aber auch deutlich: Ein innovativer Vorreiter ist das Stillstandsumfeld insgesamt nicht!

Und noch ein wichtiger Punkt wurde hervorgehoben: Die Personalsituation verschärft sich weiter, wobei sich insbesondere der Rekrutierungsaufwand für Planer, Stillstandsleiter und Werker als schwierig darstellt. Als ein wesentlicher Kompensationsfaktor wurde in mehreren Unternehmen ein robuster Stillstandprozess benannt (dessen Zeitschienen dann jeweils von der TAR-Kategorie abhängen). Hier will u.a. auch die neue VDI Richtline zum „Turnaround Management in verfahrenstechnischen Anlagen“, an der derzeit gearbeitet wird, Hilfestellung geben.



Ein Graphic Recorder hat die Diskussionen wie folgt zusammengefasst:


Die Teilnehmer erhielten viele Anregungen. Betreiber aus der Prozessindustrie und Energieerzeugung sowie Engineering-Spezialisten und Ausrüstungshersteller gaben Einblicke in Best Practices. Darunter namhafte Unternehmen wie BASF, Shell, Zellstoff Stendal, Borealis, BP, Covestro, ETHYDCO, Evonik, Merck, OMV, PKN Orlen, RWE Power, T.A. Cook, Wacker Chemie, Bayer u.v.m.  Es wurden Lösungsvorschläge aufgezeigt und typische Problemstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. So gab es auch erstmals eine Session in englischer Sprache, in der Einblicke in internationale Ansätze gegeben wurden. Neben parallelen Fachforen schafften interaktive Diskussionsrunden zu Pre-TAR onboarding, Industrie 4.0 für Abstellungen sowie ein Abgleich der Sichten Betreiber-Dienstleister zusätzliche Anreize. Eine kurz getaktete Demo-Jam mit innovativen Turnaround Tools & Apps sowie eine Podiumsdiskussion ergänzten das Programm.

Ein Höhepunkt abseits der Diskussion in der Konferenz war die TARallye, bei der in diesem Jahr für die SOS Kinderdörfer gesammelt wurde. Nicht zuletzt dank der großzügigen Spenden der folgenden Unternehmen kam in diesem Jahr die Rekordsumme von
10.000 Euro zusammen:
   BakerCorp
   Bartels Rieger
   Kiel TA-Concept
   Rohrer-Industrieservice
   T.A. Cook
   Total Safety

Das Treffen der dynamisch wachsenden Stillstandscommunity jährte sich bereits zum 14. Mal. So durfte als Highlight ein gemeinsamer Abendausflug nicht fehlen. Das Ziel war die Schinkelhalle, hier klang der erste Abend in schönem Umfeld mit Lasershow, Comedy Einlage, Jazz Musik sowie einigen weiteren Höhepunkten, entspannt aus.

„Bis zum nächsten Mal!“ war der häufigste Abschiedsgruß der Teilnehmer.

Wie gut, dass der Termin schon fest steht: 23.-24. Januar 2019, Potsdam